Reitausrüstung
Die Sattlerei Fichtbauer ist eine kleine private Sattlerei in der Nähe von Ingolstadt, um genauer zu sein liegt die Sattlerei in 91801 Gammersfeld. Gegründet und geführt wird die Sattlerei Fichbauer von Thorsten Fichtbauer, der 1986 eine Lehre zum Reitsportsattler begann und 1997 einen Meister als Reitsportsattler machte. Nachdem er für namhafte Hersteller Sättel fertigte entstand 1999 der erste eigene Fichtbauer Sattel mit dem Namen Paura.
Seit dem hat sich die Sattlerei immer weiter entwickelt, sie produziert heute jährlich mehrere hundert Sättel die aber alle im Kundenauftrag und auf das jeweilige Pferd maßgefertigt werden. Nebenbei arbeitet die Sattlerei, die heute auch Ausbildungsbetrieb ist, auch als Sattlerei für kleine Sonderaufträge aus der Automobilindustrie, Ihren Schwerpunkt hat sie aber nach wie vor im Bereich der maßgefertigten Sättel.
Neben der hohen handwerklichen Qualität und der individuellen Anpassbarkeit ist auch der ständig weiter optimierte Sattelbaum eine Besonderheit. Dieser Sattelbaum ist nicht nur leicht und stabil, sondern er schafft es auch die richtige Mischung aus Steiffigkeit und Verwindungsmöglichkeit zu vereinen. So wird gewährleistet dass der Pferderücken sich unter dem Sattel optimal bewegen kann und nicht in seiner Bewegung blockiert wird.
Und preislich ist klar, dass solche Maßanfertigungen zunächst teurer sind, als "normale" Massenware. Aber bei genauerer Betrachtung und vor allem wenn man einige Sättel im direkten Vergleich reiten konnte wie ich, dann stellt man schnell fest, dass der Preis gerechtfertigt ist. Denn eine ähnlich gute Verbindung zwischen Pferd und Reiter konnte ich zumindest bei unserem großen, jungen Pferd mit hohem Widerrist nur mit einem Satten von Prestige Dressursattel "Doge" erreichen, und der kostet auch schon 2.500€. Den müsste man an unser Pferd anpassen, macht nochmal rund 100€ und dann ist der preisliche Unterschied zu einem Maßsattel der Sattlerei Fichtbauer auch nicht mehr groß.
Ein Sattel der Sattlerei Fichtbauer kostet zwischen 2.680 und 3.190€. Wobei auch das Grundmodell bereits sehr hochwertig ist und mit sehr gutem Leder gearbeitet wird. Wer Sonderwünsche hat und z.B. wie wir ein doubliertes Sattelblatt möchte, zahlt eben nochmal einen kleinen Aufpreis. Dafür bekommt man aber einen Sattel, der 100%ig dem Pferd passt, man hat einen kompetenten Ansprechpartner, der seine Sättel wirklich kennt und ggf. Anpassungen im Laufe der Zeit vornehmen kann und wir glauben und hoffen damit den Pferderücken optimal zu schützen. Denn was ein falscher Sattel alles kaputt machen kann ist kaum zu bezahlen.
Einen ausführlichen Testbericht zu unserem Sattel der Sattlerei Fichtbauer werde ich bald hier veröffentlichen, vorab: Wir haben den Sattel nun seit rund 2 Wochen und sind wirklich sehr angetan, ich würde einen Maßsattel der Sattlerei Fichtbauer jedem weiterempfehlen.
Was heißt aber jetzt "passen"? Vor allen Dingen muss der Sattel dem Pferd passen. Ein guter Sattel muss dem Rücken des Pferdes genug Bewegung lassen, der Sattel darf nicht auf der Wirbelsäule / dem Widerrist aufliegen, auch nicht wenn ein Reiter sich im Sattel bewegt. Darüber hinaus muss der Sattel ausreichend gepolstert sein und damit wirklich in der Waage liegen, also nicht nach vorne oder hinten hängen. Die Gurte sollen den Sattel möglichst senkrecht an den Pferderücken ziehen und dabei eine Hand breit hinter und nicht in der Gelenkgegend der Vorderbeine anliegen. Dann muss der Sattel entsprechend ruhig liegen, egal ob mit oder ohne Reiter darf der Sattel nicht selbst schwingen und sich vom Pferderücken lösen, sonst würde der Sattel samt reiter dem Pferd unangenehm in den Rücken fallen.
