Lauftraining

Der Einstieg


Aller Anfang muss nicht unbedingt schwer sein - mit dem richtigen Trainingsplan für Laufanfänger gelingt der Einstieg ins regelmäßige Laufen ganz locker! Aber keine Angst, ein solcher Plan ist durchaus einfach strukturiert. Es gilt lediglich, die wichtigsten Prinzipien zu befolgen und Fehler zu vermeiden, die gerade bei Anfängern oft das frühzeitige Ende ihrer sportlichen Ambitionen bedeuten. Im Klartext heißt das:

- Regelmäßige Laufeinheiten (ideal sind für Anfänger drei Einheiten pro Woche)
- Regelmäßige Erholungstage zwischen den Laufeinheiten
- Kontinuierliche Erhöhung von Strecke und Tempo

Das richtige Maß

Es gibt zwei entscheidende und gegensätzliche Fehler, die Laufanfänger in der Anfangsphase vermeiden sollten – beide durchkreuzen sowohl den dauerhaften Spaß am Laufen als auch die Erfolgserlebnisse beim Training. Während einige angehende Läufer dazu neigen, zu wenige Trainingsreize zu setzen – also unregelmäßig und mit zu großen Abständen die Laufschuhe zu schnüren –, sind andere anfangs dermaßen hoch motiviert, dass sie zu selten Pausen und Erholungsphasen einplanen. Zu wenige Trainingsreize, wie beispielsweise nur eine Laufeinheit in der Woche, verhindern Leistungssteigerungen ebenso zuverlässig wie ein Übertraining, das oft Verletzungen oder Überbeanspruchungen der Muskulatur zur Folge hat.

Die ersten Laufschritte

Vor der Aufnahme eines Ausdauertrainings wie dem Laufen sollte ein ärztlicher Gesundheitscheck stehen, der grünes Licht für den Trainingsplan gibt. Fast ebenso wichtig ist das passende Schuhwerk – schließlich lastet auf den Füßen durch die lauftypische Flugphase einiges an Gewicht. Das summiert sich während der vielen Bodenkontakte beim Laufen rasch zu ansehnlichen Belastungen. Gute Laufschuhe bieten ein optimales Maß an Führung, Stützung und Dämpfung. Im besten Falle werden sie im Fachhandel anprobiert und auf einem Laufband getestet. Funktionelle Laufbekleidung ist mit wachsendem Laufpensum zwar auch empfehlenswert, zu Anfang aber weitaus weniger wichtig als gute Laufschuhe!

Erster Trainingsplan

Drei Trainingseinheiten pro Woche setzten genug Trainingsreize für Laufanfänger, bieten aber auch ausreichend viele Erholungstage. Im Idealfall folgt auf einen Lauftag immer mindestens ein Erholungstag. Wichtig ist am Anfang, feste Lauftermine einzuplanen und einzuhalten, um dem „inneren Schweinehund“ keine Chance zu geben. Wer sich an einen festen Rhythmus gewöhnt hat, kann sein Training später durchaus flexibel handhaben – jedoch immer mit Blick auf ausreichende Regeneration. Je nach vorhandener Kondition können zunächst Laufen und Gehen im Wechsel erfolgen, beispielsweise 3 x 8 min Laufen und 2 min Gehen im Wechsel mit dem Ziel, nach 4 Wochen 30 min am Stück durchzulaufen. Wer bereits ohne Probleme 30 min am Stück schafft, setzt sich 60 min Laufen als Ziel.

Am 26.Juni ist es wieder so weit, der Münchner Stadtlauf von Sportscheck startet am Marienplatz. Und damit meine persönliche Bestmarke von 1:29:47 für den Halbmarathon wieder in Schlagdistanz liegt, geht es langsam los mit dem regelmäßigen Lauftraining. Und dann 6 Wochen vor dem Halbmarathon ist Schluss mit lustig, da geht es dann genau nach Trainingsplan.

Mein Ziel für den Halbmarathon beim Münchner Stadtlauf 2011: 1:30:00.

Mein Trainingsplan für dieses sportliche Ziel sieht in etwa wie folgt aus:

 

Montag: Erholungspause

Dienstag: 4x 2000m in 8:20er Pace oder mal 5x 1000m in unter 4 Minuten

Mittwoch: 60 Minuten ruhiger Dauerlauf

Donnerstag: 10 Kilometer Tempolauf mit ca. 4:30er Pace

Freitag: Erholungspause

Samstag: 60 Minuten ruhiger Dauerlauf

Sonntag: Langsamer aber langer Dauerlauf zwischen 110 Minuten und 130 Minuten (=23km)

 

Soweit der theoretische Trainingsplan. Damit sollte ich ganz gut an die 1:30er Marke im Halbmarathon hin kommen. Wenn alles klappt und ich das Training sauber und konsequent durchziehen kann. Aber auf jeden Fall freue ich mich auf den Münchner Stadtlauf, schließlich ist die Streckenführung mit dem Marienplatz als Start und Ziel und einem Großteil der Laufstrecke im Englischen Garten wirklich sehr schön. Mal sehen wie gut es dieses Jahr läuft :-)

Viele Läufer blicken im Fitnessstudio vielleicht mal etwas verächtlich vom Laufband auf die Crosstrainer-Fraktion. Wer allerdings als Läufer schon mal eine Alternative gesucht hat, zum ständigen Lauftraining, der kommt doch recht schnell wieder mal auf den Crosstrainer, der das Krafttraining für Läufer gut ergänzen kann.

Ist ein Crosstrainer eine gute Alternative zum Laufen? Generell lässt sich sagen, dass mit einem Crosstrainer natürlich sehr bequem von zu Hause aus trainieren lässt. Dabei wird in der Regel eine ähnlich hohe Anzahl an Kalorien verbrannt wie beim Laufen auf der Straße oder im Wald. Beachtet werden muss allerdings, dass bei einem intensiven Training auf einem solchen Fitnessgerät andere Muskeln beansprucht werden, was aber auch ein Vorteil ist, wenn die stark beanspruchte Laufmuskulatur Probleme bereitet. Auch ist die Belastung der Gelenke - insbesondere der Sprunggelenke und der Knie beim Crosstrainer deutlich geringer als beim Laufen.

Als Fazit lässt sich zusammenfassen, dass ein Crosstrainer vor allem in der kälteren Jahreszeit eine gute Alternative zum täglichen Outdoor Training darstellt. Solche Trainingsgeräte gibt es bereits für unter 200 Euro. Für Tests empfehlen wir Ihnen www.crosstrainertest.net.

Wie wichtig ist das Dehnen vor oder nach dem Lauftraining? Muss man vor und nach jedem Lauf Streching betreiben? Welche Bedeutung haben Dehnübungen und welche Dehnübungen machen in  Zusammenspiel mit dem Laufen Sinn?

1. Dehnen vor dem Laufen

Zuerst die gute Nachricht für alle Dehnungs-Muffel: Vor dem Lauftraining ist ein aufwärmendes Dehnen nicht notwendig. Wenn man das Training langsam beginnt und die ersten 5-10 Minuten langsam beginnt und vielleicht sogar ein paar High-Knees (Knie vorne hochziehen im langsamen Laufen) und ein wennig die Fersen hinten in Richtung Po anzieht, dann ist man nach spätestens 10 Minuten nicht nur aufgewärmt sondern richtig heiß. Heiß aufs richtige Lauftraining.

2. Dehnen nach dem Lauf

Jetzt kommt der wichtigere Teil. Das Dehnen nach dem Lauftraining. Dieses Dehnen oder Stretching sollten Sie trotz aller Erschöpfung nicht ausfallen lassen.Am besten ist es allerdings nicht direkt nach dem Training zu dehnen, denn da sind die Muskeln noch zu verhärtet. Gehen sie in Ruhe duschen und nach dem Duschen nehmen Sie sich 5 Minuten Zeit um die wichtigsten Muskelgruppen zu dehnen. Es empfiehlt sich, in jedem Fall die Oberschenkelmuskulatur zu dehnen und zwar sowohl die Vordere durch Hochziehen des Fußgelenks zum Po und die Rückseite z.B. durch Beugen des Oberkörpers, strecken der Beine und Fingerspitzen zu den Fußstitzen strecken.

Darüber hinaus empfiehlt es sich, die Fußgelenke und zumindest die Waden zu dehnen indem man z.B. im Sitzen die Beine streckt und mit den Fingerspitzen die Fußspitzen zu sich zieht.

 

Um den Dehnungsmuffeln ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen: Wer nicht regelmäßig dehnt oder Stretching betreibgt läuft Gefahr, durch Muskelverkürzungen mittelfristig Probleme zu bekommen, häufig mit den Kniegelenken. Es kann auch zu Fehlstellungen kommen und das kann sich in weiter reichenden Schmerzen und Problemen niederschlagen.


Wie findet man wieder in den Traningsrhythmus nach Krankheitspause?

Ich selbst war ganze 4 Wochen Schach matt. Erst hatte ich eine schöne Grippe erwischt und bekam vom Onkel Doc 2 Wochen Laufverbot. Direkt danach stand meine Weisheitszahn-OP an, ich hab alle 4 auf einmal machen lassen, damit das wenigstens nur einmal Theater und Arztbesuche bedeutet.

 

Und damit waren 4 Wochen Trainingspause notwendig. Und das war die erste lange Laufpause für mich seit Jahren. Gestern konnte ich das erste mal wieder raus und Laufen. Was gilt es jetzt besonders zu beachten?

1. Motivation!

Nach einer längeren Laufpause gewöhnt man sich doch auch daran, Abends nicht mehr raus zu gehen und zu trainieren, man gewöhnt sich an das (schlechte) Fernsehprogramm und man muss seinen Schweinehund neu überwinden, bis man wieder seinen persönlichen Trainingsrhythmus gefunden hat. Man muss sich immer neu vor Augen führen, warum man eigentlich Laufen will und welches Ziel man vor Augen hat. Ideal ist es, wenn man zu so einem Zeitpunkt ein konkretes Ziel anpeilen kann, einen Halbmarathon zum Beispiel.

2. Trainingspensum und Intensität

Denken Sie daran, Ihr Körper hat in den 4 Wochen Pause auch abgebaut. Überfordern sie ihn nicht. Das würde genau das Gegenteil bewirken. Fangen Sie mit einer langsamen, und kurzen Trainingseinheit an und gönnen Sie sich und Ihrem Körper danach mindestens 1-2 Tage Erholungspause. Steigern Sie das Trainingspensum nach Ihrer Krankheit nur langsam wieder auf das Niveau von zuvor. Erzwingen Sie nichts und hören Sie auf Ihren Körper (und ggf. den Arzt!) Warten Sie in jedem Fall, bis der Arzt Ihnen wieder die Erlaubnis zum Laufen gibt.